Tanzen in der Mittagspause: Lunch Beat

Die Deutschen verbringen ihre Mittagspause gerne klassisch mit gutem, meist schwerem Essen und wenig Bewegung. Die wenigen Ausnahmen drehen eine Runde im Park oder um den Block, machen eine kurze Yoga-Einheit oder powern sich im nächsten Fitness-Studio aus. Vielen ist hierfür der Aufwand einfach zu groß und die Pause zu kurz. Doch dabei weiß jeder, dass man den Kopf am besten durch Bewegung freibekommt, anstatt sich in der Pause vollzustopfen und sich über den Job aufzuregen. Außerdem ist ein üppiges Mahl in der Mittagszeit eher kontraproduktiv, da danach das Allen bekannte Mittagstief folgt, in dem der Körper das schwere Essen verdauen muss.

Für alle, die ihre Mittagspause mit Spaß, Bewegung und leichter Kost angehen wollen, gibt es „Lunch Beat”. Dieser neue Trend zur aktiven Pause kommt ursprünglich aus Schweden und findet nun auch in Deutschland immer mehr Anhänger. In Hamburg gehört „Lunch Beat” schon für viele Arbeitnehmer zum Alltag und Berlin, München und andere Städte sollen noch folgen.

Für alle, die sich unter „Lunch Beat” nichts vorstellen können, folgt hier eine Erläuterung der wichtigsten Regel. Regel Nummer eins ist: Es muss getanzt werden. Der „Lunch Beat” ist eine Stunde voller Bewegung und Tanz zu mitreißender Musik. Eine weitere Regel ist, dass weder Alkohol getrunken noch ein anderes Rauschmittel eingenommen werden darf. Es gibt nur Wasser, gesunde Fruchtsäfte, leichte Suppen und leckere Sandwiches. Alles ist so konzipiert, dass der gesunden Bewegung nichts im Wege steht, auch kein schweres Mittagessen. Die nächste Regel besagt, dass jeder mit jedem tanzen muss. So lernt man ganz schnell neue Leute kennen und umgeht Vorurteile und Zweifel, die man vielleicht in einer normalen Disco hätte. Das Gesprächsthema „Job” ist aber absolut tabu. Schließlich will man den Kopf von gerade diesem freibekommen und sich nicht wieder darüber aufregen. Und wer Angst hat, sich vor anderen zum Affen zu machen, weil er vielleicht Bewegungslegastheniker ist oder einfach nur Hemmungen hat, muss sich über neugierige Blicke keine Sorgen machen. Beim Lunch-Beat ist man immer unter seinesgleichen, da es grundsätzlich in geschlossenen Räumen stattfindet, um genau diese Blicke zu vermeiden. Für „Lunch Beat” muss man keine durchtrainierte Sportskanone sein, sondern sollte einfach nur Spaß am Tanzen haben.

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One Response to “Tanzen in der Mittagspause: Lunch Beat”

  1. NEIL says:


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