Seit Jean Neuhaus 1912 ein Verfahren zur Pralinenherstellung entwickelte, sind die süßen Kalorienbomben aus Belgien nicht mehr wegzudenken. Wer dieser Tage durch die Brüsseler oder Antwerpener Fußgängerzone flaniert, staunt nicht schlecht: In den Schaufenstern lockt Konfekt in Form nackter Brüste und Penisse.
Handgeschöpfte Pralinen aus Belgien als klassisches Souvenir
Ob belgisches Bier oder belgische Pommes frites, der Beneluxstaat ist berühmt für seine kalorienreichen Spezialitäten. Kaum ein Besucher kehrt von einer Belgienreise zurück, ohne die eine oder andere Delikatesse
mit nach Hause zu nehmen. An erster Stelle bei den leckeren Souvenirs stehen belgische Pralinen, die noch heute von Hunderten Confiserien im ganzen Land traditionell in aufwändiger Handarbeit aus erlesenen Zutaten hergestellt werden. Ob mit Krokant, Likör, Marzipan, Obst, Sahne oder Trüffel gefüllt, die Vielfalt ist unbegrenzt. Wer auffallen möchte, muss sich etwas Neues ausdenken: Warum nicht Süßigkeiten, die wie Geschlechtsteile gestaltet sind?
Verkaufshit Schokobrüste und Penis-Lollys
Prüde sollte man nicht sein, wenn man einen Blick in die Auslagen der belgischen Chocolatiers wirft: Geschäfte wie das „Swiet&Seksie“ in Antwerpen, „Verheecke“ in Brügge oder „Sweet Ero Chocolates“ in Limburg haben ihre Schaufenster mit schlüpfrigen Süßigkeiten wie Brüsten aus Milch-, Zartbitter- oder weißer Schokolade dekoriert, die mit sexy Schoko-Büstenhaltern bekleidet sind. Die Geschäfte überraschen ihre Kunden mit nackten Tatsachen wie Pralinen in Gesäßform oder Kamasutraszenen aus Schokolade. Besonders gerne delektieren sich die Käufer an Süßem in Vaginaform und an Penissen in unterschiedlichen Größen, die quasi lebensecht mit feinen Äderchen durchzogen sind und wie die Schoko-Brüste und –Gesäße aus weißer oder dunkler Schokolade angefertigt werden.
Amüsante Partymitbringsel für Junggesellenabschiede
Bereits in den Neunzigern entwarf Katy Pieters sogenannte „sex-chocolaatjes“ für eine Erotik-Messe und setzte damit einen Trend, der sich durchgesetzt hat. Pieters selbst hat sich spezialisiert und verkauft im „Swiet&Seksie“ mittlerweile ausschließlich ihre kleinen erotischen Kunstwerke und zaubert damit ein glückliches Lächeln auf die Gesichter ihrer Kunden. Besonders gerne werden die exotisch aussehenden Süßigkeiten von Touristen erworben, sind aber auch bei Einheimischen als amüsantes Partymitbringsel auf Junggesellinnenabenden oder auf lockeren Hochzeitsfeiern beliebt. Die extravaganten belgischen Süßigkeiten findet man hauptsächlich in den neueren Confiserien, während die bekanntesten Unternehmen Godiva, Leonidas und Neuhaus zurückhaltender sind.
Bildquelle: Joelk75/ flickr.com


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